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A-Klasse 2 Erlangen-Pegnitzgrund, 8. Spieltag, 25.09.2011

 

TSV Neuhaus/Aisch - SC Gremsdorf

0:1 (0:0)

 

Effizienz schlägt Klasse

 

Nur Röttenbach 2 fehlt noch. Für Neuhaus und Gremsdorf ist die A-Klasse 2 eine durchaus interessante Liga. Der TSV hat sich heuer einen Platz an der Sonne auserkoren. Doch Trainer Sarantis Asimakopoulos musste vor dem Derby gegen Gremsdorf gleich fünf Stammspieler ersetzen. Gremsdorfs Neu-Trainer Stefan Lenk nimmt derweil an Punkten mit, was geht. Und es läuft gar nicht so schlecht für den Sportclub. Gegen die Spitzenmannschaft aus Bammersdorf und Hemhofen zwar verloren und gegen Weigelshofen ausgerutscht; ansonst alles gewonnen – auch das Derby!

Aus Neuhaus Christian Dotterweich

Mit sorgenvoller Miene ging TSV-Trainer Sarantis Asimakopoulos in die Partie. Wichtige Spieler müsse er ersetzen. Auch er geht angeschlagen in die Partie, grübelte der Coach. Keine guten Vorzeichen für das bevorstehende Derby. Zumal die Punkteausbeute der Neuhäuser noch nicht dem entspricht, was sich Verein und Mannschaft vorgestellt hatten. Die Konkurrenz mit den fast übermächtigen Bammersdorfern, den starken Hemhöfern oder dem Absteiger Eggolsheim, ist groß. Da schmerzt jeder liegen gelassene Punkt doppelt. Und Bammersdorf und Hemhofen müssen noch gespielt werden! Gremsdorfs Coach Stefan Lenk kann hingegen mit dem Saisonverlauf zufrieden sein. Mit dem vorhandenem Spielermaterial sich auf Tuchfühlung mit den Spitzenteams zu messen, ist aller Achtung wert. Dass die SC-Nuss schwer zu knacken ist, musste auch der TSV Neuhaus erfahren.

Neuhaus spielt, trifft aber nicht

Sein Heil in der Offensive suchte der TSV Neuhaus. Coach Sarantis Asimakopoulos setzte alles auf eine Karte. Mit Stefan Nendel, Vassilios Ziliaskopoulos und Daniel Slansky stürmten drei Spitzen gegen Gremsdorf. Es sah auch recht ballsicher aus, was Neuhaus zu Beginn bot. Doch wie ein roter Faden zog sich durch die Partie, dass bei aller Offensivpower, die Mittelfeld-Leute sich zu wenig bewegten und entweder nicht nachrückten oder sich nicht freiliefen. Die Abwehr wollte den Ball nicht auf gut Glück nach vorne schlagen. Doch Anspielstationen waren auch keine in Sicht. So musste der TSV sich den Ball oft in der Abwehr hin- und herschieben. Sehr zum Verdruss der eigenen Fans. Zu behäbig und ideenlos war der Spielaufbau der Heimmannschaft. Ein probateres Mittel wäre das einfache, aber manchmal auch effiziente Kick and Rush gewesen. Der Abwehrriegel um Gremsdorfs Libero Daniel Siebenhaar konnte sich problemlos auf die drei Stürmer einstellen. Zumal mit Benjamin Müller und Florian Amtmann zwei Sechser vor der Abwehr sauber machen sollten. Neuhaus blieb die komplette erste Hälfte die bessere Mannschaft, mit den klar mehr Spielanteilen. Auch einige Torchancen sprangen heraus. So etwa durch Neuhaus’ besten Spieler, Stefan Nendel, der in der 21. Minute auf links Keeper Thomas Mauer zu einer Glanztat zwingen musste. Auch der eingewechselte Fabian Schöbel hatte die Führung auf dem Fuß (40.), doch ein Gremdorfer rettete auf der Linie. Bei aller optischerÜberlegenheit der Heimelf, fehlte es an Durchschlagskraft. Gremsdorfs Abwehr hatte nicht unbedingt Schwerstarbeit verrichten müssen; blieb aber immer aufmerksam dran und konnte meist klären, bevor es richtig brenzlig wurde. Leicht machte es ihnen zu Beispiel Vassilios Ziliaskopoulos, der viel zu verspielt war, und dem man mit entsprechender Zweikampfstärke den Schneid abkaufen und den Ball abjagen konnte.

 

Gremsdorf hält dagegen, und jubelt

Was tun? Drei Stürmer aufgeboten und dennoch kein Tor erzielt. So richtig wusste Neuhaus nicht, wie sie reagieren sollten. Zu allem Unglück musste auch noch Stürmer Daniel Slansky verletzt raus. Vielleicht halfen ja Einzelaktionen. Stefan Nendel ging zumindest mit großem Einsatz und Laufbereitschaft als Captain voraus. Er war es auch, von dem nur kurz nach Wiederanpfiff wieder Gefahr ausging, als er sich über rechts durchsetzen konnte und von der Grundlinie nach innen passte. Dort stand der aufgerückte Matthias Collisi, der die Kugel tatsächlich aus höchstens zwei Metern nicht im Tor versenken konnte. Man kann es erahnen, da einige Weisheiten im Fußball einfach stimmen. Auch die Zuschauer wurden angesichts der wenigen, aber dennoch vergebenen Chancen unruhig und befürchteten, was tatsächlich auch eintrat. Die nun besser mitspielenden Gremsdorfer witterten die Chance, denn Neuhaus war angeschlagen und schon leicht deprimiert. Eine Viertel Stunde vor Schluss hatte die gesamte Neuhäuser Abwehr, samt Keeper, alle Zeit der Welt, bei einem sehr langen und weiten Freistoß in ihren Sechzehner. Doch Benjamin Müller stand da, wo es wichtig war und köpfte aus wenigen Metern zum 0:1 ein. Auch wenn die Heimmannschaft spielerisch sicher besser war, zumal noch wichtige Spieler gefehlt haben, müssen sie sich eingestehen, dass mit Schönspielerei kein Blumentopf in der A-Klasse zu gewinnen ist. Gremsdorf spielte schnörkellos und effizient – und steht nun vor Neuhaus in der Tabelle auf Platz vier.

 

TSV Neuhaus/AischKammerer Se.Achtzehn P.AsimakopoulosNeuper A.HasieberCollisi,NieblerBrücklingNendel S.   , Slansky,Ziliaskopoulos V.   , Schöbel (1. HZ), Mattick (2. HZ), Seeberger M. (2. HZ)

 

SC GremsdorfMauerHankel   , Renner,Amtmann F.SiebenhaarMüller B.Müller S.,Schmitt W.WarterWeissRichterLechner (1. HZ), Burkard (1. HZ), Geyer C. (2. HZ)

 

Tore: 0:1 Müller B. (75.)

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